Lymphozyten zu niedrig

Lymphozyten zu niedrig? Die Lymphozyten gehören zu den weißen Blutkörperchen und sind vor allem für die Immunabwehr zuständig. Sind die Lymphozyten erniedrigt bzw. ist der Wert der Lymphozyten erniedrigt, muss man damit rechnen, dass der Körper krank ist.

Den Wert der Lymphozyten wird der Arzt dann bestimmen, wenn er in einem Bluttest feststellt, dass etwas mit den weißen Blutkörperchen nicht stimmt. Dabei kann er auch genauer feststellen, welche Zellarten der Lymphozyten zu niedrig oder vermehrt vorhanden sind.

Lymphozyten niedrigNiedrige Werte

Es gibt eine Reihe von Krankheiten, auf die man schließen kann, wenn die Lymphozyten zu niedrig sind.

Zudem muss der Patient in einigen Fällen auch keine Angst haben, weil die Werte von Labor zu Labor unterschiedlich sein und bei einem erneuten Test sich im normalen Bereich befinden können, oder es auch von der Tageszeit abhängt, ob der Wert im Normbereich liegt oder nicht.

Daher zieht der Arzt weitere Werte heran, macht zudem weitere Untersuchungen und testet das Blut mehrmals, wenn nötig, um zu schauen, ob tatsächlich die Lymphozyten erniedrigt sind und, um eine schwerewiegende Krankheit festzustellen.

Was sind zu niedrige Lymphozyten?

Wenn man das Blut in kleine Teile unterteilt, dann kann man zunächst die weißen und die roten Blutkörperchen voneinander unterscheiden. Die weißen Blutkörperchen heißen im Fachjargon auch Leukozyten. Betrachtet man die Bestandteile der Leukozyten genauer, findet man hierin spezielle Teilchen, die Lymphozyten heißen.

Lymphozyten sind also ein Bestandteil der weißen Blutkörperchen. Im Umkehrschluss heißt das, wenn die Lymphozyten erniedrigt sind, dass etwas mit den weißen Blutkörperchen nicht stimmt. Die Lymphozyten teilt man wiederum in drei Zelltypen ein. Dazu gehören die B-Zellen und die T-Zellen, die ihren Namen aufgrund der Orte haben, in denen sie heranreifen, sowie die NK-Zellen, die als natürliche Killerzellen schädigendes Material zerstören.

Welcher Normwert wird vorgegeben?

Als Normwert wird die Spanne zwischen 1000 bis 2900 Lymphozyten pro µl angegeben. Liegt der Wert also unter den 1000 pro µl, sind die Lymphozyten erniedrigt. Eine solche Feststellung wird der Arzt mit weiteren Untersuchungen genauer analysieren, um eine bestimmte Krankheit, die sich dahinter verbirgt, festzustellen.

Da die Lymphozyten in ihren verschiedenen Zelltypen für die Köperabwehr zuständig sind und sogar Tumorzellen beseitigen können, sollte so lange untersucht werden, bis eine endgültige Diagnose gegeben und eine Therapie eingeleitet werden kann. Neben den oben genannten exakten Werten kann man die Lymphozyten auch in Prozentzahlen feststellen. Wenn der Körper gesund ist, machen sie einen Anteil von 17 bis 47 Prozent an den weißen Blutkörperchen aus.

Warum sind die Lymphozytenwerte erniedrigt?

Dass die Lymphozyten zu niedrig sind, weist auf eine Infektion im Körper hin. Die Infektion kann eine leichte wie schwere Krankheit sein oder auf eine chronische Krankheit hindeuten. Auch durch bestimmte Medikamente kann der Wert der Lymphozyten erniedrigt werden.

Welche Krankheiten können sich dahinter verbergen, wenn die Lymphozyten zu niedrig sind?

Wenn die Lymphozyten zu niedrig sind, kann der Mensch an verschiedenen Krankheiten erkrankt sein. Das kann im schlimmsten Fall auf Aids oder auf eine spezielle Krebsart hinweisen. Kann das mit weiteren Untersuchungen ausgeschlossen werden, könnte eine Autoimmunerkrankung vorliegen, bei der die eigenen Körperzellen die eigenen Körperzellen angreifen.

Das gestörte Verhalten der Zellen tritt nach den bisher gemacht Forschung unter anderem bei Morbus Chron und Multiple Sklerose auf. Auch eine Diagnose des so genannten Cushing-Syndroms kann gemacht werden, wenn es sich in weiteren Untersuchungen nachweisen lässt, dass der Körper Kortisol in Unmengen produziert, das er nicht verwerten kann. Symptome dieser Krankheit sind unter anderem Akne, Fettsucht, Bluthochdruck und Muskelschwäche.

Wie das Cushing-Syndrom durch Einnahme von Medikamenten entstehen kann, die zur Folge haben, dass die Werte der Lymphozyten erniedrigt sind, kann auch die Einnahme von Kortison oder Zytostatik zu solchen niedrigen Werten führen. Auch wenn eine Strahlentherapie bei einer Krebserkrankung durchgeführt wird, ist der Wert Lymphozyten zu niedrig.

 

veröffentlicht: Anna Nilsson