Non-Hodgkin-Lymphom Therapie Prognose & Wirkung

Die Möglichkeiten der Therapie beim Non-Hodgkin-Lymphom

Die moderne Medizin kennt bei Erwachsenen passende Therapien für das Non-Hodgkin-Lymphom. Diese unterscheiden sich individuell nach der Form desselben und nach dem Fortschritt der Erkrankung. Eine grobe Differenzierung bieten die vier Stadien der Krankheit in Verbindung mit den Formen des niedrig oder hoch malignen Lymphoms.

Der behandelnde Arzt stellt eine eindeutige Diagnose und legt im Anschluss daran mit dem Patienten die individuelle Behandlung, entsprechend der Ausbreitung des Krebses, fest.

 

Grundlegende Arten der Therapie beim Non-Hodgkin-Lymphom

Folgende Behandlungs-Verfahren sind denkbar:

  • Watch and wait (Abwarten und Beobachten)
  • Chemotherapie,
  • Strahlentherapie, Radiotherapie,
  • Antikörper-Therapie,
  • Knochenmark-Transplantation,
  • Radioimmuntherapie,
  • Zytokintherapie,
  • palliative

 

Die Wahl der Therapie beim Non-Hodgkin-Lymphom

Einige Formen der Krankheit verlaufen langsam. Sofortige intensive Therapien bringen keine Vorteile gegenüber einer dauernden Beobachtung. Falls keine Beschwerden vorhanden sind, beschränkt sich der Arzt auf das Überwachen. Dies ist vor allem denkbar bei niedrig malignen Lymphomen in allen vier Stadien. Bei hoch malignen Lymphomen ist dagegen eine möglichst rasche aktive Therapie notwendig.

 

Mit Chemotherapie gegen schnell wachsende Krebszellen

Die systemische Therapie ist die Chemotherapie. Systemisch bedeutet, dass sich verabreichte Medikamente über die Blutbahn im ganzen Körper verteilen. Dadurch sind sie in der Lage größere Tumore und einzelne Krebszellen an jeder Stelle zu bekämpfen. Medikamente zur Chemotherapie nimmt der Patient entweder in Tablettenform ein oder der Arzt spritzt sie in die Vene oder einen Muskel.

Meist erfolgt die Behandlung mittels eines Cocktails aus zytotoxischen oder zytostatischen Wirkstoffen. Das bedeutet, sie schädigen die Zellen oder sie hemmen ihr Wachstum. Die kombinierte Anwendung genannter Stoffe nennt die Medizin Polychemotherapie. Mit dieser Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms erreicht der Arzt einen besseren Heilungs-Erfolg und gleichzeitig treten weniger Nebenwirkungen auf.

 

Die Strahlentherapie wirkt direkt auf die Krebszellen

Die Strahlentherapie arbeitet mit hoch dosierten Röntgenstrahlen, um Krebszellen abzutöten und Tumore zu verkleinern. Da eine Maschine die Strahlen außerhalb des Körpers erzeugt, nennt die Medizin diese Methode externe Bestrahlungs-Therapie. Sie schädigt potenziell gesunde Zellen. Daher kommen genau berechnete Strahlenfelder zum Einsatz. Die Technologie nennt sich Mantelfeld-Technik. In vielen Fällen kombiniert der Arzt Strahlen- und Chemotherapie.

 

Antikörper erkennen befallene Zellen

Die Antikörper-Therapie macht sich die Fähigkeit von Antikörpern zunutze, Oberflächen-Strukturen (Antigene) von Krebszellen zu erkennen. So ist es ihnen möglich, mit Radio-Isotopen oder speziellen Giftstoffen punktgenau bösartige Zellen zu bekämpfen. Diese Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms wirkt, wenn entartete Zellen das den Antikörpern entsprechende Antigen besitzen. Die Nebenwirkungen der Antikörper-Therapie fallen im Vergleich zu Strahlen- und Chemotherapie eher gering aus. Meist finden allergische Reaktionen statt, verbunden mit Fieber oder Kopfschmerzen.

Eine Alternative zur Antikörper-Therapie stellt die Radio-Immuntherapie dar. Hier ist der Antikörper mit einer radioaktiven Substanz versetzt. Heftet sich der Antikörper an die Krebszelle, vernichtet die Radioaktivität die entartete Zelle.

 

Knochenmark-Transplantation befindet sich im Versuchs-Stadium

Noch nicht zu den Standard-Therapien zählt die Stammzellen- und Knochenmark-Transplantation. Letztere bereitet der Arzt vor, indem er eine hoch dosierte Chemotherapie anwendet. Diese hat das Ziel, die widerstandsfähigen Lymphomzellen im Blut zu beseitigen. Negative Folge dieses Vorgehens ist, dass ein großer Teil des blutbildenden Systems im Knochenmark verloren geht. Aus diesem Grund entnimmt der Arzt vor der Chemotherapie Knochenmark des Patienten. Dieses befreit er mit Medikamenten von Krebszellen.

Nach der Chemotherapie injiziert er das zwischendurch eingefrorene Knochenmark dem Patienten. Bei dieser Methode unterscheidet die Medizin zwischen autologer und allogener Transplantation. Im ersten Fall stammen die Stammzellen vom Patienten, im zweiten Fall von einem fremden Spender. Eine Alternative zur Transplantation von Knochenmark ist die der Stammzellen aus dem peripheren Blut des Patienten.

 

Zytokintherapie – der Körper nimmt den Kampf auf

Die Zytokintherapie macht sich körpereigene Botenstoffe zunutze, um den Krebs zu bekämpfen. Diese regen die Abwehr des Körpers an oder bauen sie wieder auf, wenn die Krankheit bereits weit fortgeschritten ist. Zu den Zytokinen gehören Stoffe wie Interleukin oder Interferon.

Sie erhöhen allgemein die Abwehrfähigkeit des Körpers. Manche Zellen aktivieren sie gezielt. Die Wirkung von Zytokinen belegen mittlerweile mehrere Studien. Bei dieser Art der Therapie des Non-Hodgkin-Lymphoms ist eine gezielte Stimulation der Abwehrkräfte wichtig. Eine ungezielte Immunstimulation führt möglicherweise zu einer schnelleren Ausbreitung des Krebses.

 

Palliative Therapien bei fortgeschrittenem Krankheitsbild

Bei bereits weit fortgeschrittener Krankheit, wenn die oben beschriebenen Therapien keine Aussicht auf Heilung bieten, sind palliative Verfahren denkbar. Deren Ziel ist es, das Wohlbefinden der Patienten und deren selbstbestimmtes Leben weitgehend zu erhalten. Zur Anwendung kommen schmerzlindernde Maßnahmen. Darüber hinaus arbeitet diese Therapie darauf hin, psychische und soziale Probleme des Patienten zu lösen, die mit seiner Krankheit in Verbindung stehen.

 

Vielfaltige Behandlungs-Methoden des Non-Hodgkin-Lymphoms bieten gute Heilungs-Chancen

Mittlerweile bietet die Medizin vielfältige Therapien an, die sich der Art des Lymphoms anpassen und vom Stadium der Krankheit abhängig sind. Weitere Methoden befinden sich auf einem guten Weg der Erprobung. In Zukunft sind noch bessere Möglichkeiten der Behandlung zu erwarten.

 

weiterführend:

http://www.lymphome.de/InfoLymphome/DiagnoseUndTherapie/Therapieverfahren.jsp

https://www.meb.uni-bonn.de/Cancernet/deutsch/200066.html#20_REZIDIVIERENDENIEDRIGMALIGNENONHODGKINLYMPHOMEBEIERWACHSENEN

http://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/non-hodgkin-lymphome/therapie.html